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Vielen Dank für Ihr Interesse! Aufgrund einer Glaukomerkrankung ("Grüner Star") oder eines Glaukomverdachts sind regelmäßige augenärztliche Kontrolluntersuchungen, unter anderem vom Sehnervenkopf (Papille), erforderlich. Beim Sehnervenkopf kommt es besonders auf die Veränderungen von Form und Farbe im Laufe der Jahre der Behandlung an. Vor der Einführung der mikroskopischen Fotografie des Sehnervenkopfes musste sich die Untersuchung des Verlaufs auf eine Beschreibung mit Worten und Zeichnungen aufgrund einer subjektiven Betrachtung mit dem Augenspiegel beschränken. Seit dem Jahr 2000 wird die Verlaufskontrolle des Sehnervenkopfes mittels Fotografie allgemein empfohlen. Inzwischen gilt die Papillenfotografie als Standard. Die "European Glaucoma society" empfiehlt die Verlaufskontrolle des Sehnerven mit Hilfe der Papillenfotografie. Unsere Praxis führt die Papillenfotografie durch.

Mit Hilfe der Mikrofotografie am Augenhintergrund kann eine Verlaufskontrolle des Sehnervenkopfes mit farbiger Fotografie durchgeführt werden. Im Verlauf ist ein Vergleich des Aussehens des Sehnervenkopfes im Detail möglich. Kleinste Veränderungen, die im Laufe der Zeit eintreten, können erkannt werden. So kann frühzeitig erkannt werden, wenn eine Verschlechterung eintritt, und die Therapie kann zum Nutzen des Patienten viel genauer auf den Verlauf abgestimmt werden.

In der Regel ist zunächst nur eine einzige Fotografie pro Sehnervenkopf erforderlich. Die Fotografie sollte möglichst früh im Verlauf der Erkrankung Glaukom ("Grüner Star") erfolgen.

Die Papillenfotografie hält das ursprüngliche Aussehen des Sehnervenkopfes im Bild fest. Die weiteren, später zum Vergleich durchgeführten Untersuchungen sind dann zunächst ohne Foto, alleine nur mit dem Augenspiegel, machbar. Dennoch empfiehlt sich nach etwa ein bis zwei Jahren, oder jederzeit sobald der Eindruck einer Verschlimmerung besteht, die Wiederholung der Fotografie, um einen direkten Vergleich zwischen dem aktuellen und dem aufgezeichneten Zustand des Sehnerven mit Hilfe des neuen und des alten Fotos zu ermöglichen.

Es gibt weitere Verfahren, mit denen sich die Morphologie (Form, Struktur) des Sehnervenkopfes dokumentieren lässt. Einigen Lesern mag das HRT-Verfahren ein Begriff sein, welches in den 2000'er Jahren neu eingeführt wurde. Mit der Hilfe dieses Hightech-Verfahrens wird ebenfalls der Sehnervenkopf im Verlauf beurteilt. Nach allgemeiner Auffassung ist heute (seit ca. 2013) aber die OCT-Untersuchung dem HRT vorzuziehen (zur OCT gibt es ein gesondertes Kapitel, siehe links). Die Papillen-Fotografie ist in der Hand eines erfahrenen Augenarztes eine Ergänzung zum OCT.

Wichtig: Die eine Untersuchung ersetzt die andere nicht. Die Stärken des OCT liegen in der Beurteilung der Schichtdicke von retinalen Nervenfasern und Ganglienzellen, was die Fotografie nicht leistet. Die Stärke der Fotografie liegt in der Darstellung von Farbe, Blutungen, peripapillärer Atrophiezone usw., was das OCT nicht leistet. 

Es ist empfehlenswert, Verlaufskontrollen mit immer derselben Methode und besser noch mit immer demselben Gerät (in derselben Klinik/Praxis) durchführen zu lassen. Moderne Software ermöglicht eine genaue Analyse auf Veränderungen im Verlauf, aber nur dann, wenn die Rohdaten der alten Messungen im Speicher des Gerätes vorliegen. Bei der Fotografie ist von Gerät zu Gerät die Farbwiedergabe unterschiedlich. Eine Einschätzung, ob eine Abblassung im Verlauf eingetreten ist, kann beim Wechsel des Gerätes schwierig sein.

Ob auch bei Ihnen die Fotografische Verlaufskontrolle und / oder das OCT-Verfahren zu einer Verbesserung der Behandlung Ihrer Augen beitragen können, besprechen Sie bitte mit Ihrem Augenarzt.

Das moderne Verfahren der fotografischen Verlaufskontrolle geht über den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen hinaus. Es handelt sich jedoch um eine reguläre Leistung der Privaten Versicherungen. Als Kassenpatient haben Sie dennoch die Möglichkeit, an den Vorteilen der Papillenfotografie teilzuhaben. Ihnen steht diese Leistung auf Wunsch zur Verfügung (Individuelle Gesundheitsleistung mit Zuzahlung).

Allgemeiner Hinweis zu den Selbstzahlerleistungen (Individuellen Gesundheitsleistungen):
Diese Leistungen werden nach der GOÄ berechnet. Die GOÄ ist die vom Staat per Verordnung festgelegte Gebührenordnung für Ärzte, welche die Interessen und die besondere Lage der Patienten berücksichtigt.

Aktualisiert: 28.3.2017

 
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